Automatisierung

Da unsere Auftraggeber nicht selten aus medizinischen oder betriebswirtschaftlichen Bereichen kommen wollen wir hier eine gemeinsame Basis für Diskussionen schaffen. Hierzu werden im folgendem die gebräuchlichen Begriffen und gegebene Sachverhalte der Automatisierungstechnik kurz erläutert.  

Die Automatisierungstechnik als Teilgebiet der Ingenieurswissenschaften hat zum Ziel durch den effizienten Einsatz von Pneumatik, Hydraulik, Steuerungstechnik, Mechanik, Robotik usw. eine kostenoptimale Lösung zur Bearbeitung von Aufgabenpaketen (Fertigung, Montage, Handhabung sowie Prüfung) zu entwickeln. Die Lösungen sind weitestgehend unabhängig vom Faktor Mensch. Der Begriff „weitestgehend“ muss gewählt werden, da sich durch Wartungen, Reparaturen oder Einrichtvorgänge auch bei nahezu vollständig automatisierten Abläufen ein Einflussfaktor Mensch berücksichtigt werden muss. 

Montage ist der Zusammenbau eines höherkomplexen Systems mit vorgegebenen Funktionen in einer definierten Stückzahl pro Zeiteinheit. 

Unter Handhabung versteht man lt. VDI-Richtlinie 2860 alle Vorgänge, bei denen ein Objekt in eine definierte Anordnung im Raum gebracht und/oder in dieser vorübergehend gehalten oder mit dem Objekt eine definierte Bewegung ausgeführt wird, um eine bestimmte Arbeitsaufgabe durchzuführen, die bisher vom Menschen vorgenommen wurde.Beispiele hierfür wären die Handhabung von Werkstücken in Prüfanlagen, bei der Teilefertigung oder bei deren Montage sowie in der Verpackung. Aber auch das Handling von Werkzeugen bei Fertigungs- und Montageprozessen wie Greiferwechsel oder Fräserwechsel sind als Handhabungsvorgänge zu verstehen. 

 

Warum Automatisieren? 

Technische Argumente:        

  Soziale Argumente:

  Ökonomische Argumente:

 

Wann Automatisieren? 

Grundsätzlich muss zwischen voll- und teilautomatisiert sowie manuell bearbeitet unterschieden werden.  Automatisierung macht nur bei ausreichend hoher Stückzahl und langer Produktlebensdauer sinn. Einzelkomponenten von Sonderanlagen, wie Roboter, Pneumatikzylinder oder Steuerungskomponenten können zwar unter Umständen Wiederverwendung finden, jedoch muss der Gesamtinvestitionsaufwand auf die geplante Stückzahl eines Produkts X umgerechnet werden. Eine Amortisationszeit von 2 Jahren sollte nur in Einzelfällen überschritten werden. (siehe Beispielrechnung

Weiter muss die Automatisierbarkeit des Arbeitsvorgangs gewährleistet sein. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist die Herstellung von Brezelteigrohlingen, welche aufgrund seiner Komplexität bis heute von Hand durchgeführt wird.Der Konstrukteur der Produkte beeinflusst bereits im Entstehungsprozess die Automatisierbarkeit von Montagevorgängen. Durch eine günstige Produktgestaltung können erhebliche Einsparungen bei den Investitionskosten für Anlagen erzielt werden. Einige Punkte die beachtet werden sollten sind weiter unten aufgeführt und mögen für viele Produktentwickler selbstverständlich sein. Aber leider zeigt uns die Erfahrung das diese Grundsätze aus verschiedensten Gründen im Produktentwicklungsprozess nicht berücksichtigt wurden. Die folgenden Veränderungen sollten bzgl. der daraus entstehenden Kosten mit den Mehrkosten von Anlagen welche die Bauteile ohne Veränderung verarbeiten verglichen werden.    

 

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